Die NGO hat international 2,2 Millionen Mitglieder in über 150 Staaten.
In Österreich sind etwa 5000 Personen ehrenamtlich aktiv.
Über 80.000 Menschen unterstützen ai finanziell.
ai finanziert sich ausschließlich aus Spenden.
Basierend auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich ai gegen die Verletzung von Menschenrechten wie freie Meinungsäußerung, Freiheit von Diskriminierung sowie körperliche und geistige Unversehrtheit.
Angefangen hat alles mit einem Hoch auf die Freiheit in Portugal, einem verärgerten Rechtsanwalt und einem aufsehenerregenden Zeitungsartikel im Londoner Observer.
Amnesty International wurde 1961 in London von dem englischen Rechtsanwahlt Peter Benenson gegründet. In den Zeitungen war damals öfters über das ungerechtfertigte Handeln von Regierungen gegen die egene Bevölkerung zu lesen. Artikel berichteten damals u.a. von zwei Studenten, die in einem Restaurant in Lissabon auf die Freiheit anstießen. In Portugal war die Erwähnung des Wortes „Freiheit“ zu jener Zeit verboten. Die beiden Studenten wurden daraufhin festgenommen und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Benenson verfasste daraufhin einen eigenen Artikel über jenen Fall (und andere), wobei er die Leser aufrief, sich durch Briefe an die jeweiligen Regierungen für die Freilassung (also der Amnestie, “amnesty”) dieser Gefangenen einzusetzen. Daraus entstand die non-profit organisation amnesty international.
Das Symbol der ersten Kampagne war die mit Stacheldrat umwundene brennende Kerze, was sich auf den Leitspruch der Organisation, einem alten chinesischen Sprichwort, bezieht: Besser eine Kerze anzünden, als über die Dunkelheit klagen.
Die Organisation ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien, Wirtschaftsinteressen, Ideologien und Religionen. Die Mitarbeiter recherchieren weltweit und werden aktiv, wenn es gilt, Menschenrechte durchzusetzen, um schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.
Das Geheimnis des Erfolges liegt im geschriebenen Wort. Tag für Tag erhalten Präsidenten, Botschafter und Gefängnisdirektoren von ai Mitgliedern aus über 150 Ländern Bittgesuche als Briefe, Faxe oder E-Mails. Darin werden sie aufgefordert gewaltlose, politische Gefangene freizulassen, die nur auf Grund ihrer Gesinnung inhaftiert sind.
Amnesty International setzt sich ein für:
- die Freilassung Gewissensgefangener
- Flüchtlinge
- faire Prozesse
und wendet sich gegen:
- “Verschwindenlassen” und politischen Mord
- den Terror
- die Todesstrafe
Schwerpunkte, die für den Rahmen 2004 bis 2010 gelten:
1. Rechte von Frauen und Mädchen. Stärkung des Schutzes von Frauen und Mädchen
in der Gesetzgebung, Zugang zum Rechtssystem, Schutz vor Diskriminierung und Gewalt…
2. Rechte von Menschen in bewaffneten Konflikten. Einhaltung der
Menschenrechtsstandards und des humanitären Völkerrechts, Waffenexportkontrolle, Schutz
der Zivilbevölkerung,…
3. Stärkung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte.
Diskriminierungsfreier Zugang zu den wirtschaftlich, sozialen und kulturellen Rechten;
Kampf gegen Ausgrenzung und extreme Formen von Armut.
4. Rechte entwurzelter Menschen. Einsatz für den Schutz von Flüchtlingen,
Asylsuchenden und Vertriebenen, Stärkung des Schutzes von MigranInnen…
5. Körperliche und geistige Unversehrtheit. Abschaffung der Todesstrafe, Entalssung
von Gewissensgefangenen, Schutz von MenschenrechtsaktivistInnen, Bekämpfung von Folter und „Verschwindenlassen“…
6. Bekämpfung von Diskriminierungen. Einsatz für die Rechte von indigenen Völkern, Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenders, Schutz der Religions- und Gewissensfreiheit, Bekämpfung von Rassismus…
7. Gerechtigkeit und Bekämpfung von Straflosigkeit. Einhaltung der Menschenrechte im „Krieg gegen den Terror“, faire Gerichtsverfahren, freie Meinungsäußerung, menschenrechtliche Verantwortung für Unternehmen.
Große Erfolge von ai aus jüngster Zeit:
International, Oktober 2006: UNO stimmt Abkommen zur Kontrolle des internationalen Waffenhandels zu.
Bulgarien, Dezember 2005: Menschenunwürdiges Kinderheim in Dzhurkovo geschlossen.
Mexiko, Juni 2005: Todesstrafe wird abgeschafft.
USA, März 2005: Oberster Gerichtshof schafft Todesstrafe für Minderjährige ab.
Mongolei, Mai 2004: Gesetz gegen Gewalt in der Familie verabschiedet.
International, Juli 2002: Strafgerichtshof zur Ahndung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen wird eingerichtet…
Commons: Amnesty International – Bilder, Videos und Audiodateien
Links aus : http://de.wikipedia.org
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